U-Bahnhof Klosterstraße
U2 · Tarifbereich A · Mitte
Der U-Bahnhof Klosterstraße
Wer genau hinsieht, erkennt zwei Granitbänder, die sich in der Mitte des ungewöhnlich breiten Bahnsteigs entlangziehen – die Kanten eines nie gebauten Gleises. Als Alfred Grenanders Bahnhof am 1. Juli 1913 mit der Verlängerung der Centrumslinie, der heutigen U2, eröffnete, sollte hier eine Strecke zur Frankfurter Allee abzweigen. Geplant waren zwei Bahnsteige mit drei Kanten. Die Pläne wurden zugunsten der heutigen U5 aufgegeben; gebaut wurde nur ein 100 Meter langer Tunnelstutzen unter der U2-Trasse.
Im Zugang schmücken stilisierte Palmen aus glasierten Fliesen den Bahnhof, gefertigt wie die Ziegel des Ischtartors im Pergamonmuseum; im Südzugang ist Majolika aus Cadinen original erhalten. 1975 kam der Bahnhof auf die Denkmalliste. Zur 750-Jahr-Feier wurde er 1984 bis 1986 saniert und zu einem „erfahrbaren“ Museum: 22 Emailletafeln zeigten die Geschichte des Berliner Nahverkehrs, ein Wagenkopf des Triebwagens 12 der Schöneberger Untergrundbahn von 1910 und das alte Stellwerk vom Alexanderplatz fanden hier Platz. Seit dem 18. Oktober 2021 gibt es einen Aufzug. Ende 2023 wurden Emailletafeln und alte Wandfliesen für die Sanierung abgenommen und eingelagert.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Klosterstraße
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U2 Richtung Ruhleben | 04:08 – 22:28 | ab 04:08, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 22:28 |
| U2 Richtung Pankow | 04:37 – 22:27 bis Alexanderplatz | ab 04:37, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 22:27 bis Alexanderplatz |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
| Linie | Mo–Do, stärkste Stunde | Sonntag, stärkste Stunde | Nachts am Wochenende |
|---|---|---|---|
| U2 | 15 Züge/Std. (etwa alle 4 Min.) | 12 Züge/Std. | alle 15 Min. |
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Klosterstraße
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Klosterstraße und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U2 | Alexanderplatz | 2 Min. |
| U2 | Märkisches Museum | 2 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
Hier hält nur die U2; Umsteigemöglichkeiten zu anderen Linien gibt es an diesem Bahnhof nicht.
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Klosterstraße?
Unmittelbar neben dem Bahnhof stehen das Palais Podewils (etwa 30 m) und die Parochialkirche (rund 40 m), etwa 140 m entfernt die Ruine der Franziskaner-Klosterkirche. Amtsgericht Mitte und Landgericht Berlin II liegen keine 200 m entfernt. Das Rote Rathaus ist rund 290 m entfernt, das Nikolaiviertel mit Nikolaikirche und Knoblauchhaus etwa 330 bis 380 m. Umsteigemöglichkeiten gibt es am Bahnhof nicht; Busse halten in der Grunerstraße und am Molkenmarkt.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Palais Podewils | 30 m | ca. 1 Min. |
| Parochialkirche | 40 m | ca. 1 Min. |
| Ruine der Franziskaner-Klosterkirche | 140 m | ca. 2 Min. |
| Amtsgericht Mitte | 180 m | ca. 3 Min. |
| Landgericht Berlin II | 190 m | ca. 3 Min. |
| Rathauspassagen | 270 m | ca. 4 Min. |
| Rotes Rathaus | 290 m | ca. 5 Min. |
| Direktorenhaus Berlin | 300 m | ca. 5 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Eigentlich sind es zwei Bahnsteige, die zu einem großen zusammengefasst wurden. Geplant war eine Abzweigung Richtung Frankfurter Allee mit einem mittleren Gleis für deren Züge. Die zwei Granitbänder im Boden markieren die damals vorgesehenen Bahnsteigkanten. Gebaut wurde die Strecke nie.
Es ist der vordere Teil des Triebwagens 12 der Schöneberger Untergrundbahn von 1910, in den Ursprungszustand zurückversetzt und im Oktober 1985 aufgestellt. Für den Aufzugseinbau 2020 musste er weichen; seit Juni 2022 steht er zwischen den Treppen am südlichen Bahnsteigende.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.