U-Bahn-Linie U5 Berlin
Von Hönow über Hellersdorf, Lichtenberg und die Karl-Marx-Allee bis zum Hauptbahnhof: die zweitlängste U-Bahn-Linie Berlins, seit 2020 durchgehend unter Unter den Linden.
Die Linie U5 im Überblick
Mit 22,4 km und 26 Bahnhöfen verbindet die U5 den Hauptbahnhof in Moabit mit Hönow an der östlichen Stadtgrenze. Vom Hauptbahnhof führt sie unter Spree und Spreebogenpark zum Brandenburger Tor, folgt der Straße Unter den Linden, unterquert das Humboldt Forum und erreicht den Alexanderplatz. Danach verläuft sie schnurgerade unter Karl-Marx-Allee und Frankfurter Allee durch Friedrichshain und Lichtenberg. Hinter dem Tierpark kommt sie ans Tageslicht und fährt oberirdisch durch Biesdorf, Kaulsdorf und die Großsiedlung Hellersdorf; die neun Bahnhöfe von Biesdorf-Süd bis Hönow liegen im Freien.
Umsteigen zur U-Bahn ist am Alexanderplatz zur U2 und U8 möglich und am Bahnhof Unter den Linden zur U6. Zur S-Bahn kommt man an Hauptbahnhof, Brandenburger Tor, Alexanderplatz, Frankfurter Allee, Lichtenberg und Wuhletal, zum Fernverkehr am Hauptbahnhof und in Lichtenberg.
Bahnhöfe der U5
26 Bahnhöfe, an 2 davon kann man in andere U-Bahn-Linien umsteigen (Ring und Farben der anderen Linien).
Hönow – Hauptbahnhof
26 Bahnhöfe in Betrieb
Betriebszeiten der U5
| Betriebstag | Erste – letzte Abfahrt auf der Linie |
|---|---|
| Mo–Do | 03:56 – 01:18 |
| Freitag | ab 03:56, nachts durchgehend |
| Samstag | rund um die Uhr |
| Sonntag/Feiertag | durchgehend bis 01:18 |
Früheste und späteste Abfahrt an irgendeinem Bahnhof der Linie laut VBB-Fahrplan; die Zeiten jedes Bahnhofs stehen auf seiner Seite. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag fährt die U5 zwischen Hönow und Hauptbahnhof durchgehend.
Geschichte
Ende der 1920er Jahre plante und baute die Nord-Süd-Bahn die Linie E als eigenständige Großprofilstrecke. Nach Bauarbeiten in offener Bauweise ab 1927 wurde am 21. Dezember 1930 der Abschnitt Alexanderplatz – Friedrichsfelde eröffnet; seine Bahnhöfe gestaltete Alfred Grenander. Die Verlängerung zum Tierpark begann ohne Beschluss: Am 19. September 1969 setzten die Direktoren des Tiefbaubetriebs und der BVB den ersten Rammschlag, erst später folgten Magistratsbeschluss und Finanzierung. Eröffnet wurde der Abschnitt am 25. Juni 1973.
Für die Neubaugebiete in Marzahn und Hellersdorf entschied man sich 1983/1984 für eine Verlängerung nach Hönow. Der Bau begann am 1. März 1985, zeitweise mit 5000 Beschäftigten auf den Baustellen, und nutzte teilweise eine ältere Bahntrasse nach Kaulsdorf. 1988 ging es bis Elsterwerdaer Platz, 1989 bis Hönow. Seit dem 1. Juli 1990 heißt die Linie E U5. Mehrere Bahnhöfe wurden danach umbenannt, so wurde aus der Paul-Verner-Straße die Louis-Lewin-Straße und aus der Albert-Norden-Straße Kaulsdorf-Nord.
Im Westen ging am 8. August 2009 zunächst ein Inselbetrieb zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor als U55 in Betrieb. Die 2,2 km lange Lücke zum Alexanderplatz wurde im Schildvortrieb gebaut; am 4. Dezember 2020 fuhr die U5 erstmals durch, der Bahnhof Museumsinsel folgte am 9. Juli 2021. Neun Bahnhöfe zwischen Tierpark und Hönow stehen seit November 2023 unter Denkmalschutz.
Takt und Betrieb
Montags bis donnerstags beginnt der Betrieb laut VBB-Fahrplan um 03:56 Uhr, die letzte Abfahrt ist um 01:18 Uhr; am Wochenende fährt der erste Zug um 03:06 Uhr. In den Nächten Fr/Sa und Sa/So fährt die U5 durchgehend auf der ganzen Strecke von Hönow bis zum Hauptbahnhof im 15-Minuten-Takt. Unter der Woche fährt nachts der Bus N5, der 19 der 26 Bahnhöfe bedient. In der stärksten Stunde sind werktags bis zu 13 Züge je Richtung unterwegs. Laut VBB-Fahrplan beginnen oder enden viele Fahrten in Kaulsdorf-Nord statt in Hönow. Einzelheiten im Fahrplan.
Die Züge
Die U5 ist eine Großprofillinie. Ihre zehn Bahnhöfe zwischen Alexanderplatz und Friedrichsfelde erhielten Mittelbahnsteige von mindestens 120 m Länge. Die Bahnsteige zwischen Tierpark und Hönow sind einheitlich 120 m lang, in Wuhletal wegen des gemeinsamen Bahnhofs mit der S-Bahn 160 m. Die Strecke führt an der Betriebswerkstatt Friedrichsfelde vorbei. Zwischen Herbst 1996 und April 2000 erprobte die BVG zwischen Friedrichsfelde und Biesdorf-Süd fahrerlosen Betrieb mit Funkzugbeeinflussung; eingesetzt waren Züge der Baureihe H.
Häufige Fragen
So hieß das westliche Teilstück zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor, das am 8. August 2009 eröffnet wurde, aber noch nicht an die übrige U5 angeschlossen war. Die Züge pendelten dort mit Zwischenhalt am Bundestag im Inselbetrieb. Mit dem Lückenschluss zum Alexanderplatz am 4. Dezember 2020 ging die U55 in der U5 auf. Ein Tunnelstück am Hauptbahnhof, das damals als Abstellanlage und Werkstatt diente, wird heute zum Abstellen von Zügen genutzt.
Der Schweizer Architekt Max Dudler gestaltete die gewölbte Decke in Dunkelblau mit 6662 Lichtpunkten. Der Bahnsteig ist 130 m lang und 16 m breit. Wegen Verzögerungen beim Bau fuhren die Züge nach dem Lückenschluss im Dezember 2020 zunächst ohne Halt durch; erst am 9. Juli 2021 ging der Bahnhof Museumsinsel in Betrieb.
Ja. Für die Verlängerung von Friedrichsfelde zum Tierpark gab es weder Beschluss noch Genehmigung, als die Direktoren des Tiefbaubetriebs und der Berliner Verkehrsbetriebe am 19. September 1969 den ersten Rammschlag setzten, weil Rammkapazitäten ungenutzt waren. Der zuständige Stadtrat wusste davon nichts. Erst unter öffentlichem Druck folgten Beschlüsse und Finanzierung; offiziell gebaut wurde von 1970 bis 1973.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.