U-Bahn-Linie U3 Berlin
Von der Warschauer Straße über die Kreuzberger Hochbahn, Wilmersdorf und Dahlem bis Krumme Lanke – mit Bahnhöfen an der Freien Universität.
Die Linie U3 im Überblick
Die U3 beginnt an der Warschauer Straße und nutzt bis zum Wittenbergplatz die Hochbahn- und Tunnelstrecke der U1. Dort biegt sie unter der Tauentzienstraße nach Südwesten ab, folgt Nürnberger Straße, Spichernstraße und Hohenzollerndamm, quert unterhalb der Straßenebene den Fennsee im Volkspark Wilmersdorf und unterfährt am Heidelberger Platz die Ringbahn. Ab Podbielskiallee fährt sie im offenen Einschnitt durch Dahlem und endet an der Argentinischen Allee in Zehlendorf. Auf 19,7 km liegen 24 Bahnhöfe, darunter Dahlem-Dorf und Freie Universität (Thielplatz).
Umsteigen zur U8 ist am Kottbusser Tor möglich, zur U6 am Halleschen Tor, zur U7 an der Möckernbrücke und am Fehrbelliner Platz, zur U2 am Gleisdreieck, Nollendorfplatz und Wittenbergplatz, zur U4 am Nollendorfplatz und zur U9 an der Spichernstraße. Die S-Bahn erreicht man an der Warschauer Straße und am Heidelberger Platz, wo die Ringbahnlinien S41, S42 und S46 halten.
Aktuelle Hinweise zur U3
- Vorübergehend kein Halt: Podbielskiallee Richtung Warschauer Straße, 02.11.2026 bis 29.11.2026 (VBB-Fahrplandaten).
- Vorübergehend kein Halt: Podbielskiallee Richtung Krumme Lanke, 15.10.2026 bis 01.11.2026 (VBB-Fahrplandaten).
- Kein Halt in Podbielskiallee in einer Richtung (BVG-Störungsmeldung, seit 05.10.2026, bis 02.11.2026).
Bahnhöfe der U3
24 Bahnhöfe, an 13 davon kann man in andere U-Bahn-Linien umsteigen (Ring und Farben der anderen Linien).
Warschauer Straße – Krumme Lanke
24 Bahnhöfe in Betrieb
Betriebszeiten der U3
| Betriebstag | Erste – letzte Abfahrt auf der Linie |
|---|---|
| Mo–Do | 03:49 – 01:10 |
| Freitag | ab 03:49, nachts durchgehend |
| Samstag | rund um die Uhr |
| Sonntag/Feiertag | durchgehend bis 01:10 |
Früheste und späteste Abfahrt an irgendeinem Bahnhof der Linie laut VBB-Fahrplan; die Zeiten jedes Bahnhofs stehen auf seiner Seite. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag fährt die U3 zwischen Warschauer Straße und Krumme Lanke durchgehend.
Geschichte
Die Hochbahngesellschaft schlug der Stadt Deutsch-Wilmersdorf 1907 eine eigene U-Bahn vor, die Domäne Dahlem wollte sie bis zum Thielplatz führen. Nach Verhandlungen mit Charlottenburg begannen im Sommer 1910 die Bauarbeiten, und am 12. Oktober 1913 ging die Strecke Wittenbergplatz – Thielplatz in Betrieb. Wilmersdorf ließ seine Bahnhöfe aufwendig ausgestalten, was Hohenzollernplatz, Fehrbelliner Platz, Heidelberger Platz, Rüdesheimer Platz und Breitenbachplatz bis heute zeigen. Weil die Dahlemer Strecke unrentabel war, fuhr ab Breitenbachplatz zeitweise nur ein einzelner „Solowagen“. Zum 1. Januar 1928 übergab der preußische Staat sie der Stadt unentgeltlich, und der Sommerfeld-Konzern übernahm Gelände und Baukosten der Verlängerung nach Krumme Lanke, die am 22. Dezember 1929 eröffnet wurde.
Für den Umsteigebahnhof zur heutigen U9 entstand die Station Spichernstraße, eröffnet am 2. Juni 1959; den nahen Bahnhof Nürnberger Platz schloss man am 1. Juli 1959. Am 8. Mai 1961 folgte Augsburger Straße. Beide Bahnhöfe entwarf Bruno Grimmek. Der Thielplatz bekam 1981 ein zweites Eingangsgebäude mit kürzerem Weg zum Campus und heißt seit 2016 Freie Universität (Thielplatz).
Die Liniennummer wechselte oft: Aus der Linie A wurde 1966 die Linie 2, 1993 die U1, seit Dezember 2004 heißt die Strecke U3. Von 2004 bis 2018 endete sie am Nollendorfplatz; seit dem 7. Mai 2018 fährt sie wieder bis zur Warschauer Straße. Am 28. April 2025 begann der Bau einer 800 Meter langen Verlängerung von Krumme Lanke zum S-Bahnhof Mexikoplatz.
Takt und Betrieb
Laut VBB-Fahrplan beginnt der Verkehr montags bis donnerstags um 03:49 Uhr und endet mit der letzten Abfahrt um 01:10 Uhr; samstags und sonntags fährt der erste Zug um 03:04 Uhr. In den Nächten Fr/Sa und Sa/So fährt die U3 durchgehend auf der gesamten Strecke von der Warschauer Straße bis Krumme Lanke, nachts im 15-Minuten-Takt. In der stärksten Stunde sind werktags bis zu 12 Züge je Richtung unterwegs, am Wochenende bis zu sieben. Abfahrtszeiten für einzelne Bahnhöfe stehen im Fahrplan.
Die Züge
Als Kleinprofillinie gehört die U3 mit U1, U2 und U4 zum vor 1914 eröffneten Teilnetz mit schmaleren Fahrzeugen und Tunneln. Die Verlängerung zur Warschauer Straße 2018 wurde dadurch begünstigt, dass seit April 2018 neue Vier-Wagen-Züge der Baureihe IK18 bereitstanden. Am Bahnhof Krumme Lanke bestand eine eigene Werkstatt, die 1968 aufgelöst wurde; Reparaturen übernahm die Betriebswerkstatt Grunewald. Die denkmalgeschützte Wagenhalle ist seit 2014 wegen Baufälligkeit gesperrt.
Häufige Fragen
Bahnhof und Siedlung Onkel Toms Hütte sind nach einem gleichnamigen Lokal in der Nähe benannt. Der Bahnhof gehört zur Verlängerung von Thielplatz nach Krumme Lanke, die am 22. Dezember 1929 in Betrieb ging. Den Bau dieses Abschnitts bezahlte der Sommerfeld-Konzern, der im Berliner Südwesten große, noch unbebaute Flächen besaß und das Gelände kostenlos zur Verfügung stellte.
Er lag an der Wilmersdorfer Strecke zwischen Wittenbergplatz und Hohenzollernplatz. Als für die heutige U9 ein Umsteigebahnhof an der Bundesallee nötig wurde, entstand die Spichernstraße. Der Nürnberger Platz wurde am 1. Juli 1959 geschlossen und vollständig entkernt; an Stelle seines Mittelbahnsteigs liegt heute eine zweigleisige Abstellanlage. Die entstandene Lücke schloss 1961 der neue Bahnhof Augsburger Straße.
Hier musste die U-Bahn die tief im Einschnitt liegende Ringbahn noch tiefer unterqueren. Den so gewonnenen Raum zwischen Zug und Straße nutzte man für eine Halle mit Gewölbe und hängenden Leuchtkandelabern, die kathedralenartig wirkt. Die Stadt Wilmersdorf wollte mit ihren 1913 eröffneten Bahnhöfen ohnehin zeigen, dass sie Geld hatte. Heute ist der Bahnhof zugleich Umsteigepunkt zur Ringbahn.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.