U-Bahnhof Rüdesheimer Platz
U3 · Tarifbereich B · Wilmersdorf
Der U-Bahnhof Rüdesheimer Platz
Mit der Wilmersdorf-Dahlemer Untergrundbahn zwischen Wittenbergplatz und Thielplatz ging der Bahnhof am 12. Oktober 1913 in Betrieb; heute hält hier die U3. Die Stadt Wilmersdorf legte aus Prestigegründen großen Wert auf repräsentative Stationen und beauftragte Wilhelm Leitgebel, der auch die Nachbarbahnhöfe Breitenbachplatz und Heidelberger Platz entwarf. Hier wählte er Motive des Weinbaus, angeregt durch die umliegenden Straßennamen. Achteckige Granitpfeiler mit runden Stützen tragen eine verputzte Kassettendecke, in deren Feldern die Leuchten von Mosaiken umgeben sind. Die Wände gliedern flache Werbenischen und halbrunde Nischen mit Mosaik-Stationsschildern. Kleine Keramikplastiken von Martin Meyer-Pyritz zeigen Weinlaub, Trauben, Insekten und Kriechtiere.
Die beiden Zugänge auf der Mittelinsel der Rüdesheimer Straße erhielten steinerne Treppenumwehrungen, Pylone mit Lampen und Metalltore mit Andreaskreuzen, Rosetten und Weintrauben. Nach Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg zunächst vereinfacht wiederaufgebaut, wurde der Bahnhof 1987/1988 weitgehend in den Ursprungszustand zurückversetzt. 2006/2007 kamen Granitboden und neue Fliesen hinzu. Aus der Erstausstattung sind drei hölzerne Doppelbänke und das frühere Kassenhäuschen erhalten. Seit dem 20. Juni 2019 gibt es einen Aufzug.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Rüdesheimer Platz
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U3 Richtung Krumme Lanke | 03:56 – 00:56 | ab 03:56, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:56 |
| U3 Richtung Warschauer Straße | 03:50 – 00:50 bis Nollendorfplatz | ab 03:50, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:50 bis Nollendorfplatz |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
| Linie | Mo–Do, stärkste Stunde | Sonntag, stärkste Stunde | Nachts am Wochenende |
|---|---|---|---|
| U3 | 12 Züge/Std. (etwa alle 5 Min.) | 6 Züge/Std. | alle 15 Min. |
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Rüdesheimer Platz
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Rüdesheimer Platz und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U3 | Breitenbachplatz | 2 Min. |
| U3 | Heidelberger Platz | 2 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- Bus: 186.
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Rüdesheimer Platz?
Der Bahnhof liegt unter der Rüdesheimer Straße im Rheingauviertel. Den Platz darüber gestaltete Paul Jatzow zwischen 1910 und 1914 zeitgleich mit dem Bahnhofsbau, sodass dieser in der Mitte des von drei- und viergeschossigen Häusern gesäumten Viertels liegt. Der Rüdesheimer Platz selbst ist rund 110 m entfernt, die Eberhard-Alexander-Burgh-Bibliothek etwa 140 m. Rund 250 m entfernt findet der Wochenmarkt an der Eberbacher Straße statt, die Lindenkirche liegt etwa 390 m vom Bahnhof.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Rüdesheimer Platz | 110 m | ca. 2 Min. |
| Lindenkirche | 390 m | ca. 6 Min. |
| Eberhard-Alexander-Burgh-Bibliothek | 140 m | ca. 2 Min. |
| Wochenmarkt Eberbacher Straße / Rüdesheimer Platz | 250 m | ca. 4 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Der Architekt Wilhelm Leitgebel ließ sich von den benachbarten Straßennamen rund um den Rüdesheimer Platz zu Motiven des Weinanbaus inspirieren. Keramikplastiken von Martin Meyer-Pyritz zeigen Weinlaub, Trauben, Insekten und Kriechtiere, die Zugangstore tragen Weintrauben als Schmuck.
Nach den Kriegsschäden wurde der Bahnhof 1987/1988 weitgehend in den Ursprungszustand von 1913 zurückversetzt. Aus der Erstausstattung stammen noch drei hölzerne Doppelbänke und das ehemalige Kassenhäuschen im südlichen Eingangsbereich. Auch die Mosaik-Stationsschilder in den halbrunden Wandnischen gehören zum Entwurf von Wilhelm Leitgebel.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.