U-Bahn-Linie U7 Berlin
Vom Rathaus Spandau über Charlottenburg, Schöneberg, Kreuzberg und Neukölln bis Rudow: mit 31,8 km und 40 Bahnhöfen die längste Berliner U-Bahn-Linie, durchgehend im Tunnel.
Die Linie U7 im Überblick
Alle 40 Bahnhöfe der U7 liegen unter der Erde, verteilt auf 31,8 km und fünf Bezirke. Vom Rathaus Spandau führt die Linie durch die Altstadt, an der Zitadelle vorbei und unter Nonnendammallee und Siemensdamm nach Siemensstadt, dann über Jungfernheide und Richard-Wagner-Platz nach Charlottenburg. Unter Wilmersdorfer Straße, Brandenburgischer Straße und Berliner Straße geht es nach Schöneberg, weiter über Kleistpark und Yorckstraße zur Möckernbrücke in Kreuzberg. Hinter dem Mehringdamm folgt sie Gneisenaustraße und Hasenheide zum Hermannplatz, dann der Karl-Marx-Straße durch Neukölln und erreicht über Britz und die Gropiusstadt Rudow.
Umsteigen kann man an der Bismarckstraße zur U2, am Fehrbelliner Platz zur U3, an der Berliner Straße zur U9, am Bayerischen Platz zur U4, an der Möckernbrücke zu U1 und U3, am Mehringdamm zur U6 und am Hermannplatz zur U8. S-Bahn-Anschluss besteht in Jungfernheide, an der Yorckstraße und in Neukölln; am Rathaus Spandau halten Regional- und Fernzüge.
Bahnhöfe der U7
40 Bahnhöfe, an 7 davon kann man in andere U-Bahn-Linien umsteigen (Ring und Farben der anderen Linien).
Rathaus Spandau – Rudow
40 Bahnhöfe in Betrieb
Betriebszeiten der U7
| Betriebstag | Erste – letzte Abfahrt auf der Linie |
|---|---|
| Mo–Do | 03:52 – 01:16 |
| Freitag | ab 03:52, nachts durchgehend |
| Samstag | rund um die Uhr |
| Sonntag/Feiertag | durchgehend bis 01:16 |
Früheste und späteste Abfahrt an irgendeinem Bahnhof der Linie laut VBB-Fahrplan; die Zeiten jedes Bahnhofs stehen auf seiner Seite. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag fährt die U7 zwischen Rathaus Spandau und Rudow durchgehend.
Geschichte
Die U7 begann als Neuköllner Zweig der städtischen Nord-Süd-Bahn, der heutigen U6. Am 19. April 1924 ging das Stück Belle-Alliance-Straße, heute Mehringdamm, – Gneisenaustraße in Betrieb, am 14. Dezember 1924 folgte Hasenheide, heute Südstern, am 11. April 1926 der Abschnitt über Hermannplatz und Rathaus Neukölln bis Bergstraße, heute Karl-Marx-Straße, und am 21. Dezember 1930 die Verlängerung über Neukölln zur Grenzallee. Als Linie CI fuhr sie bis in die 1960er Jahre gemeinsam mit der Tempelhofer Strecke durch die Friedrichstraße.
Für die Neubausiedlungen Britz und Britz-Buckow-Rudow wurde sie ab 1959 nach Süden gebaut: 1963 bis Britz-Süd, am 2. Januar 1970 bis Zwickauer Damm, am 1. Juli 1972 bis Rudow. Im Norden entstand am Mehringdamm ein Umsteigebahnhof, und am 28. Februar 1966 fuhr die Strecke als eigenständige Linie 7 bis Möckernbrücke. Es folgten am 29. Januar 1971 der Abschnitt bis Fehrbelliner Platz, am 28. April 1978 bis Richard-Wagner-Platz, am 1. Oktober 1980 bis Rohrdamm und am 1. Oktober 1984 bis Rathaus Spandau. Bei diesem letzten, 4,9 km langen Abschnitt mussten Havel und Altstadt unterquert werden.
Fast alle Bahnhöfe ab Fehrbelliner Platz gestaltete Rainer G. Rümmler, mit Anspielungen auf Ortswappen und Umgebung. Die sieben Stationen von Siemensdamm bis Rathaus Spandau stehen seit März 2017 unter Denkmalschutz.
Takt und Betrieb
Montags bis donnerstags fährt der erste Zug laut VBB-Fahrplan um 03:52 Uhr, der letzte um 01:16 Uhr; am Wochenende beginnt der Betrieb um 03:00 Uhr. In den Nächten Fr/Sa und Sa/So verkehrt die U7 durchgehend auf der ganzen Strecke von Rathaus Spandau bis Rudow im 15-Minuten-Takt. In den übrigen Nächten fährt der Bus N7, der 36 der 40 Bahnhöfe anfährt. In der stärksten Stunde sind bis zu 13 Züge je Richtung unterwegs, werktags wie am Wochenende. Abfahrten nach Bahnhof stehen im Fahrplan.
Die Züge
Die U7 ist eine Großprofillinie: Ihre Wagenkästen sind 2,65 m breit, gegenüber 2,35 m im Kleinprofil. Kurios ist die Anfangszeit, denn mangels eigener Fahrzeuge betrieb die Hochbahngesellschaft die Strecke ab 1922 mit Kleinprofilzügen. Die ersten Bahnsteige waren nur 80 m lang und wurden in den 1950er und 1990er Jahren verlängert. Mit der Südverlängerung entstand am Bahnhof Britz-Süd die Betriebswerkstatt Britz-Süd.
Häufige Fragen
Beim Umbau des Mehringdamms zum Kreuzungsbahnhof sollte der Rudower Zweig der Nord-Süd-Bahn eine eigene Linie mit dem Buchstaben H werden. Doch am Tag der Eröffnung der Strecke zur Möckernbrücke, dem 28. Februar 1966, stellte West-Berlin die Linienbezeichnungen von Buchstaben auf Ziffern um. Die neue Linie hieß deshalb sofort Linie 7. Das vorangestellte „U“ kam erst 1984 hinzu, als die BVG auch die West-Berliner S-Bahn übernahm.
Er war der erste unterirdische Turmbahnhof Berlins: Quer über dem Bahnsteig der heutigen U7 liegt der Bahnsteig der heutigen U8. Hier wurden die ersten Rolltreppen eines Berliner U-Bahnhofs eingebaut. Einen großen Teil der Kosten trug der Karstadt-Konzern, der dafür einen direkten Zugang vom Bahnsteig in sein 1929 eröffnetes Warenhaus erhielt. Der hohe Bahnhof wird oft mit einer Kathedrale verglichen.
Die U7 nutzt nur die beiden inneren Gleise. Die äußeren wurden für eine Verlängerung der Kleinprofilstrecke von Ruhleben, der heutigen U2, vorgehalten, die so ohne große Umbauten aufgenommen werden könnte. Der 1984 eröffnete Bahnhof ist mit breiten Säulen und aufwendigen Leuchten der am reichsten gestaltete der Spandauer Strecke und steht wie die übrigen Stationen ab Siemensdamm unter Denkmalschutz. Am Rathaus Spandau halten auch Regional- und Fernzüge.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.