U-Bahnhof Bayerischer Platz
U4 und U7 · Tarifbereich A · Schöneberg
Der U-Bahnhof Bayerischer Platz
Zwei Bahnhöfe, sechs Jahrzehnte auseinander gebaut, kreuzen sich unter dem Platz im Bayerischen Viertel. Der obere entstand 1909/1910 für die Schöneberger Untergrundbahn, die heutige U4, und ging am 1. Dezember 1910 in Betrieb. Johannes Kraaz gestaltete ihn; als einziger Schöneberger Bahnhof hatte er von Anfang an 95 Meter lange Bahnsteige und daher zwei pergolaartige Zugänge. Der nördliche ist mit Steinpfeilern und schmiedeeisernen Gittern in veränderter Form erhalten, die Vorhalle mit blauen Fliesen und Muschelkalk weitgehend im Original. Schon 1910 wurde der Bahnhof als Brücke angelegt, unter der später eine zweite Linie hindurchführen konnte.
Das geschah mit der U7, deren Bahnhof Rainer G. Rümmler von 1968 bis 1970 baute und der im Januar 1971 eröffnete: blaue Eternit-Platten, weiß verflieste Stützen – die bayerischen Farben. Am 3. Februar 1945 schlugen bei einem Luftangriff Bomben ein, während zwei Züge im Bahnhof standen; 63 Menschen starben. Der südliche Eingangsbau wurde ab Mai 2013 nahezu vollständig abgerissen und durch einen größeren Neubau mit Café Haberland ersetzt, eröffnet am 17. September 2014 und mit dem „Green Buddy Award“ ausgezeichnet. Seit 20. April 2023 gibt es Aufzüge.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Bayerischer Platz
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U4 Richtung Innsbrucker Platz | 04:40 – 00:40 | 04:40 – 00:40 | 05:30 – 00:40 | 05:28 – 00:40 |
| U4 Richtung Nollendorfplatz | 04:38 – 00:38 | 04:38 – 00:38 | 05:28 – 00:38 | 05:30 – 00:38 |
| U7 Richtung Rudow | 04:03 – 01:03 bis Hermannplatz | ab 04:03, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 01:03 bis Hermannplatz |
| U7 Richtung Rathaus Spandau | 04:07 – 00:55 bis Richard-Wagner-Platz | ab 04:07, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:55 bis Richard-Wagner-Platz |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Bayerischer Platz
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Bayerischer Platz und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U4 | Rathaus Schöneberg | 2 Min. |
| U4 | Viktoria-Luise-Platz | 2 Min. |
| U7 | Berliner Straße | 2 Min. |
| U7 | Eisenacher Straße | 1 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- U-Bahn: Umsteigen zwischen U4 und U7.
- Bus: — (Nachtbus N7).
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Bayerischer Platz?
Der Bahnhof liegt direkt am Bayerischen Platz, die Grünanlage beginnt rund 70 m vom Ausgang. Im Café Haberland im Eingangsgebäude erinnert eine Dauerausstellung an das jüdische Leben im Kiez; ein Wandfries von 2013 im Bahnhof zeigt die Geschichte des Viertels. Etwa 180 m entfernt steht ein Gedenkstein für eine abgerissene Synagoge, rund 300 m sind es zur Kirche zum Heilsbronnen. Die HWR Bibliothek Campus Schöneberg liegt etwa 370 m entfernt, das Amtsgericht Schöneberg rund 390 m.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Bayerischer Platz | 70 m | ca. 1 Min. |
| Kirche zum Heilsbronnen | 300 m | ca. 5 Min. |
| Amtsgericht Schöneberg | 390 m | ca. 6 Min. |
| Nadan | 170 m | ca. 3 Min. |
| Gedenkstein für abgerissene Synagoge | 180 m | ca. 3 Min. |
| HWR Bibliothek Campus Schöneberg | 370 m | ca. 6 Min. |
| Thomas-Dehler-Bibliothek | 380 m | ca. 6 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Bei einem alliierten Luftangriff am 3. Februar 1945 schlugen mehrere Bomben in den Bahnhof ein. Zu diesem Zeitpunkt standen dort zwei Züge. 63 Menschen kamen dabei ums Leben. Der damalige Bahnhof war Teil der Schöneberger Untergrundbahn, der heutigen U4.
Der 2014 eröffnete Neubau nimmt die Formen des abgerissenen Vorgängers auf. Im Erdgeschoss gibt es ein Bistro und ein behindertengerechtes WC, im Obergeschoss das Café Haberland mit Dachterrasse und einer multimedialen Ausstellung zum jüdischen Leben im Kiez. Für die Nutzung der Tunnelluft als Wärmequelle erhielt der Bau den „Green Buddy Award“.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.