U-Bahnhof Hallesches Tor
U1, U3 und U6 · Tarifbereich A · Kreuzberg
Der U-Bahnhof Hallesches Tor
Benannt ist der Bahnhof nach dem Halleschen Tor der Berliner Zoll- und Akzisemauer, das einst an dieser Stelle stand. Seit dem 18. Februar 1902 halten hier Züge – er gehört damit zu den ersten U-Bahnhöfen Berlins. Den Hochbahnhof am Ufer des Landwehrkanals bei der Belle-Alliance-Brücke entwarfen Hermann Solf und Franz Wichards in einer Mischung aus Neorenaissance und Neobarock, aus sehr hellem Stein, das Portal gekrönt von zwei Türmchen mit dem Flügelrad der Hochbahngesellschaft. 1927 und 1935 wurden Halle und Bahnsteig für längere Züge erweitert.
Am 30. Januar 1923 kam der unterirdische Bahnhof der städtischen Nord-Süd-Bahn hinzu, heute U6, nach Entwürfen von Walter Koeppen. Weil die Stadt die Belle-Alliance-Brücke nicht neu bauen wollte, verbindet ein langer Tunnel die beiden konkurrierenden Strecken. Nach schweren Kriegsschäden dienten am Hochbahnhof vier Jahre lang Holzbahnsteige als Provisorium, bis am 2. Oktober 1949 das vereinfacht wiederaufgebaute Gebäude in Betrieb ging. 1975/1976 wurde der U6-Bahnsteig auf 110 Meter verlängert und mit blauen Metallplatten, roten Schildern und orangem Aufsichtshäuschen gestaltet. Ende 2014 kamen Aufzüge zur U1 hinzu, am 15. Mai 2017 einer zur U6.
Aktuelle Hinweise für Hallesches Tor
Bauarbeiten und Fahrplanbesonderheiten, die diesen Bahnhof betreffen.
- U1 tagsüber eingeschränkt: Nach den Fahrplandaten des VBB (Fahrplan bis 11.12.2026) hält die U1 an Werktagen zwischen etwa 6 und 20 Uhr nicht an diesem Bahnhof; tagsüber pendelt sie dann nur zwischen Uhlandstraße und Nollendorfplatz. Tagsüber fahren hier die U3 und U6. Abends und am Wochenende fährt die U1 die ganze Strecke. Die Linienübersicht der BVG nennt diese Einschränkung nicht.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Hallesches Tor
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U1 Richtung Uhlandstraße | 20:21 – 21:41 | 20:21 – 22:41 | 09:51 – 22:41 | 09:51 – 21:31 |
| U1 Richtung Warschauer Straße | 20:30 – 21:50 | 20:30 – 22:50 | 09:56 – 22:46 | 09:56 – 21:36 |
| U3 Richtung Krumme Lanke | 04:06 – 00:46 bis Fehrbelliner Platz | ab 04:06, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:46 bis Fehrbelliner Platz |
| U3 Richtung Warschauer Straße | 04:10 – 01:00 | ab 04:10, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 01:00 |
| U6 Richtung Alt-Mariendorf | 04:19 – 00:49 | ab 04:19, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:49 |
| U6 Richtung Kurt-Schumacher-Platz | 04:20 – 00:40 bis Wedding | ab 04:20, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:40 bis Wedding |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Hallesches Tor
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Hallesches Tor und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U1 | Möckernbrücke | 2 Min. |
| U1 | Prinzenstraße | 3 Min. |
| U3 | Möckernbrücke | 2 Min. |
| U3 | Prinzenstraße | 3 Min. |
| U6 | Kochstraße (Checkpoint Charlie) | 2 Min. |
| U6 | Mehringdamm | 2 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- U-Bahn: Umsteigen zwischen U1, U3 und U6.
- Bus: M41, 248 (Nachtbus N1, N42).
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Hallesches Tor?
Hier steigen viele zwischen der Hochbahn von U1 und U3 und der U6 um, außerdem halten mehrere Buslinien. In wenigen Minuten erreicht man die Amerika-Gedenkbibliothek (etwa 140 m) und die Kinder- und Jugendbibliothek mit Lernzentrum (rund 170 m). Das Bildungs- und Technologiezentrum liegt etwa 240 m entfernt, die Heilig-Kreuz-Kirche rund 330 m und der Franz-Klühs-Park etwa 390 m. Zum Aufzug der U6 gehört eine behindertengerechte Rampe auf dem Mehringplatz.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Amerika-Gedenkbibliothek (AGB) | 140 m | ca. 2 Min. |
| Heilig Kreuz-Kirche | 330 m | ca. 5 Min. |
| Kinder- und Jugendbibliothek mit Lernzentrum | 170 m | ca. 3 Min. |
| Bildungs- und Technologiezentrum | 240 m | ca. 4 Min. |
| Franz-Klühs-Park | 390 m | ca. 6 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Die Hochbahn von 1902 gehörte der privaten Hochbahngesellschaft, die Nord-Süd-Bahn von 1923 der Stadt Berlin. Ein umsteigefreundlicherer Bahnhof hätte einen Neubau der Belle-Alliance-Brücke erfordert, den die Stadt ablehnte. Deshalb wurde zwischen beiden Bahnhöfen ein langer Verbindungstunnel gebaut.
Er erinnert an das Hallesche Tor der Berliner Zoll- und Akzisemauer, das ursprünglich an dieser Stelle stand. Der Hochbahnhof liegt am Ufer des Landwehrkanals bei der früheren Belle-Alliance-Brücke und war 1902 eine der ersten Stationen der Berliner U-Bahn.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.