U-Bahnhof Prinzenstraße
U1 und U3 · Tarifbereich A · Kreuzberg
Der U-Bahnhof Prinzenstraße
Mit der ersten Teilstrecke der Berliner Hochbahn zwischen Stralauer Thor und Potsdamer Platz ging der Bahnhof am 18. Februar 1902 in Betrieb; heute halten hier die U1 und die U3. Er liegt auf dem Viadukt parallel zur Gitschiner Straße, an seinem östlichen Ende kreuzt die Prinzenstraße, die 1849 nach Prinz Wilhelm, dem späteren Kaiser Wilhelm I., benannt wurde. Siemens & Halske ließ die Bahnhöfe dieser Strecke standardisiert als leichte Hallen aus Glas und Metall bauen. Weil die Gitschiner Straße auf der Nordseite zu schmal war, wurde der Zugang dort in das Haus Gitschiner Straße 71 eingebaut. Auf der Südseite entstand nach Entwurf von Paul Wittig ein dreieckiges Backstein-Zugangsgebäude mit Neorenaissance-Giebel.
1929 wurden die Seitenbahnsteige von 88,4 auf 120,7 Meter verlängert. Im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen, erhielt der Bahnhof 1950/1951 stark vereinfachte Zugänge. Wolf-Rüdiger Borchardt entwarf 1982 bis 1984 einen silberfarbenen Nordzugang, der auch ein Regionalstellwerk und ein Parkhaus aufnimmt, und 1989 bis 1991 einen postmodernen Südzugang aus Glas und Metall. Kritiker nannten ihn einen „begehbaren Taubenschlag“, die Berliner Morgenpost dagegen einen „Kristallpalast“. Erhalten ist ein Porzellanfrosch mit goldfarbener Krone am Anfang des nördlichen Bahnsteigs. Der Bahnhof steht unter Denkmalschutz.
Aktuelle Hinweise für Prinzenstraße
Bauarbeiten und Fahrplanbesonderheiten, die diesen Bahnhof betreffen.
- U1 tagsüber eingeschränkt: Nach den Fahrplandaten des VBB (Fahrplan bis 11.12.2026) hält die U1 an Werktagen zwischen etwa 6 und 20 Uhr nicht an diesem Bahnhof; tagsüber pendelt sie dann nur zwischen Uhlandstraße und Nollendorfplatz. Tagsüber fährt hier die U3. Abends und am Wochenende fährt die U1 die ganze Strecke. Die Linienübersicht der BVG nennt diese Einschränkung nicht.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Prinzenstraße
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U1 Richtung Uhlandstraße | 20:18 – 21:38 | 20:18 – 22:38 | 09:48 – 22:38 | 09:48 – 21:28 |
| U1 Richtung Warschauer Straße | 20:33 – 21:53 | 20:33 – 22:53 | 10:00 – 22:50 | 10:00 – 21:40 |
| U3 Richtung Krumme Lanke | 04:02 – 00:42 bis Fehrbelliner Platz | ab 04:02, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:42 bis Fehrbelliner Platz |
| U3 Richtung Warschauer Straße | 04:14 – 01:04 | ab 04:14, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 01:04 |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Prinzenstraße
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Prinzenstraße und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U1 | Hallesches Tor | 3 Min. |
| U1 | Kottbusser Tor | 3 Min. |
| U3 | Hallesches Tor | 3 Min. |
| U3 | Kottbusser Tor | 3 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- U-Bahn: Umsteigen zwischen U1 und U3.
- Bus: 140 (Nachtbus N1).
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Prinzenstraße?
Südlich der Station lag einst die Gasanstalt der Imperial Continental Gas Association; auf dem Gelände befindet sich heute das Sommerbad Kreuzberg, rund 250 m vom Bahnhof entfernt. Ebenfalls etwa 250 m sind es zur Kirche St. Simeon, die Büste von Hans Böckler steht rund 190 m entfernt. Die Galerie Leslie liegt etwa 300 m, die Volkshochschule Friedrichshain-Kreuzberg etwa 340 m vom Bahnhof. Oben hält die Buslinie 140.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Sommerbad Kreuzberg | 250 m | ca. 4 Min. |
| St. Simeon | 250 m | ca. 4 Min. |
| Hans Böckler (Büste) | 190 m | ca. 3 Min. |
| Leslie | 300 m | ca. 5 Min. |
| Volkshochschule Friedrichshain-Kreuzberg | 340 m | ca. 6 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Am Anfang des nördlichen Seitenbahnsteigs sitzt ein Frosch aus Porzellan mit einer kleinen goldfarbenen Krone auf einer großen Porzellankugel. Er gehört zu den bis heute erhaltenen Details des Bahnhofs. Die Anspielung liegt nahe: Im Märchen vom Froschkönig verwandelt sich der Frosch in einen Prinzen.
Beide stammen von Wolf-Rüdiger Borchardt. Der silberfarbene Nordzugang entstand 1982 bis 1984 und beherbergt auch ein Stellwerk und ein Parkhaus. Der postmoderne Südzugang aus Glas und Metall wurde am 17. Dezember 1991 fertiggestellt und kostete 7,2 Millionen DM.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.