U-Bahnhof Spichernstraße
U3 und U9 · Tarifbereich A · Wilmersdorf
Der U-Bahnhof Spichernstraße
Hier kreuzen sich zwei Linien auf zwei Ebenen. Der obere Bahnhof der heutigen U3 ging am 2. Juni 1959 in Betrieb und ersetzte den nahen Bahnhof Nürnberger Platz, der am selben Tag geschlossen wurde. Gebaut wurde er im Bereich einer früheren Kehranlage: Der Verkehr wurde über die Kehrgleise geführt, an Stelle der alten Streckengleise entstanden zwei Seitenbahnsteige, die ein Fußgängertunnel unter den Gleisen verbindet. Am 28. August 1961 folgte unter der Bundesallee der Bahnhof der Linie G, heute U9, eröffnet als Spichernstraße (Bundesallee). Bis 1971 war er deren Endpunkt; die Züge wendeten mangels Kehrgleisen direkt am Bahnsteig.
Der U9-Bahnhof stammt von Bruno Grimmek und ist ein Standardbahnhof der Linie G mit 8,85 Meter breitem Mittelbahnsteig, ursprünglich mit hellblauen Wänden und dunkelblauen sechseckigen Stützen. 1986/1987 gestaltete Gabriele Stirl die Wände neu: Weiße Fliesen mit farbigen Mustern bilden die Partitur eines Musikstücks, ein Hinweis auf das nahe Joachimsthalsche Gymnasium, das weitgehend vom Fachbereich Musik der Universität der Künste genutzt wird. 2020 gingen zwei Aufzüge in Betrieb. Der Bahnhof steht unter Denkmalschutz.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Spichernstraße
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U3 Richtung Krumme Lanke | 03:58 – 00:58 bis Fehrbelliner Platz | ab 03:58, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:58 bis Fehrbelliner Platz |
| U3 Richtung Warschauer Straße | 03:58 – 00:58 bis Nollendorfplatz | ab 03:58, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:58 bis Nollendorfplatz |
| U9 Richtung Rathaus Steglitz | 04:14 – 00:55 | ab 04:14, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:55 |
| U9 Richtung Osloer Straße | 04:30 – 00:54 bis Zoologischer Garten | ab 04:30, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:54 bis Zoologischer Garten |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Spichernstraße
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Spichernstraße und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U3 | Augsburger Straße | 1 Min. |
| U3 | Hohenzollernplatz | 2 Min. |
| U9 | Güntzelstraße | 1 Min. |
| U9 | Kurfürstendamm | 1 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- U-Bahn: Umsteigen zwischen U3 und U9.
- Bus: 204 (Nachtbus N3, N7X, N9).
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Spichernstraße?
Der Bahnhof liegt an der Kreuzung von Spichernstraße und Bundesallee in Wilmersdorf. Direkt am Bahnhof, nur etwa 20 m entfernt, befindet sich der Gedenkort „Von der Dicken Berta zur Roten Rosa“. Die Gerhart-Hauptmann-Anlage mit einer Büste des Dichters ist rund 130 m entfernt, die Bar jeder Vernunft etwa 170 m. Die Universität der Künste liegt rund 250 m, das Haus der Berliner Festspiele etwa 260 m vom Bahnhof. Bis zum Nürnberger Platz sind es etwa 310 m.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Gerhart Hauptmann (Büste) | 130 m | ca. 2 Min. |
| Bar jeder Vernunft | 170 m | ca. 3 Min. |
| Haus der Berliner Festspiele | 260 m | ca. 4 Min. |
| Kirche am Hohenzollernplatz | 370 m | ca. 6 Min. |
| Von der Dicken Berta zur Roten Rosa (Gedenkort) | 20 m | ca. 1 Min. |
| Gerhart-Hauptmann-Anlage | 130 m | ca. 2 Min. |
| Universität der Künste Berlin | 250 m | ca. 4 Min. |
| Art.Salon | 290 m | ca. 5 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Die Straße ist nach den Spicherer Höhen benannt, einem Höhenzug südlich von Saarbrücken beim lothringischen Dorf Spichern. Ihre Erstürmung am 6. August 1870 in der Schlacht bei Spichern öffnete im Deutsch-Französischen Krieg den Weg nach Metz.
Die Künstlerin Gabriele Stirl gestaltete die Wände 1986/1987 mit weißen Fliesen und farbigen Mustern, die zusammen die Partitur eines Musikstücks bilden. Sie verweisen auf das nahe Joachimsthalsche Gymnasium, das heute weitgehend vom Fachbereich Musik der Universität der Künste genutzt wird.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.