U-Bahnhof Tierpark
U5 · Tarifbereich B · Friedrichsfelde
Der U-Bahnhof Tierpark
Er gilt als einziger unterirdischer U-Bahnhof, der in der DDR gebaut wurde. Schon kurz nach der Eröffnung des Tierparks 1955 wünschte sich dessen Direktor Heinrich Dathe einen Schnellbahnanschluss; eine oberirdische Verlängerung wurde geplant, aber verworfen. Ende der 1960er Jahre wurde das Vorhaben wieder aufgegriffen, weil die Straßenbahn durch die damalige Straße der Befreiung eingestellt werden sollte. Ohne offiziellen Beschluss fand am 19. September 1969 ein erster „heimlicher“ Rammschlag statt, bewusst am Ort des künftigen Bahnhofs. Nach fast vier Jahren Bauzeit ging die Station der heutigen U5 am 25. Juni 1973 als Endbahnhof in Betrieb.
Der Bahnsteig liegt in anderthalbfacher Tiefe und ist mit zwölf Metern etwas breiter als andere, weil darunter ein Bahnsteig für eine weitere Linie berücksichtigt wurde. Eine doppelte, grün geflieste Pfeilerreihe trägt die Decke, die Wände sind cremefarben. Die künstlerische Leitung hatte Werner Laux; für den Durchgang zum Tierpark schuf Dagmar Glaser-Lauermann das rund 20 Quadratmeter große Wandmosaik „Tierwelt“. Das Dienstgebäude der Aufsicht liegt etwa drei Meter über dem Boden, um den Bahnsteig, vor allem bei Kindergruppen, besser überblicken zu können. Seit dem 1. Juli 1988 fahren die Züge weiter Richtung Hellersdorf. Im Dezember 2008 kam ein Aufzug hinzu.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Tierpark
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U5 Richtung Hauptbahnhof | 04:12 – 00:52 bis Alexanderplatz | ab 04:12, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:52 bis Alexanderplatz |
| U5 Richtung Hönow | 04:12 – 01:02 | ab 04:12, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 01:02 |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
| Linie | Mo–Do, stärkste Stunde | Sonntag, stärkste Stunde | Nachts am Wochenende |
|---|---|---|---|
| U5 | 13 Züge/Std. (etwa alle 4,6 Min.) | 12 Züge/Std. | alle 15 Min. |
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Tierpark
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Tierpark und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U5 | Biesdorf-Süd | 2 Min. |
| U5 | Friedrichsfelde | 2 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- Straßenbahn: M17, 27, 37.
- Bus: 296 (Nachtbus N50).
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Tierpark?
Der Bahnhof liegt unter der Straße Am Tierpark direkt vor dem Haupteingang des Tierparks Berlin; die Gehege von Präriehund und Baumstachler liegen nur rund 110 m entfernt. Ausgänge führen auch ins Hans-Loch-Viertel und direkt zur Straßenbahn, wo die Linien M17, 27 und 37 halten. Der Markt am Bärenschaufenster liegt etwa 130 m entfernt, das TierparkCenter Berlin rund 170 m und die Bodo-Uhse-Bibliothek etwa 200 m. Zu den Zielen der Umgebung zählt auch das Schloss Friedrichsfelde.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Schwarzschwanz-Präriehund | 110 m | ca. 2 Min. |
| Nordamerikanischer Baumstachler | 110 m | ca. 2 Min. |
| Markt am Bärenschaufenster | 130 m | ca. 2 Min. |
| TierparkCenter Berlin | 170 m | ca. 3 Min. |
| Bodo-Uhse-Bibliothek | 200 m | ca. 3 Min. |
| Konzertbühne | 250 m | ca. 4 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Im Durchgang zum Tierpark hängt das etwa 20 Quadratmeter große Wandmosaik „Tierwelt“ von Dagmar Glaser-Lauermann mit Tier- und Pflanzenmotiven. Die künstlerische Gesamtleitung beim Bau des 1973 eröffneten Bahnhofs hatte Werner Laux.
Ende der 1960er Jahre gab es Zustimmung, aber noch keinen offiziellen Beschluss für die Verlängerung. Weil der beauftragte VEB Tiefbau nicht ausgelastet war, fand am 19. September 1969 trotzdem ein erster Rammschlag statt, bewusst am Ort des späteren Bahnhofs, wo ein Baustopp am wenigsten zu erwarten war.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.