U-Bahnhof Olympia-Stadion
U2 · Tarifbereich B · Westend
Der U-Bahnhof Olympia-Stadion
Kaiser Wilhelm II. eröffnete am 8. Juni 1913 das nahe Deutsche Stadion, und am selben Tag empfing der Bahnhof unter dem Namen Stadion seine ersten Fahrgäste. Anfangs fuhren die Züge nur zu Sonderveranstaltungen über den Reichskanzlerplatz hinaus; die Station bestand aus einem Mittelbahnsteig und einem kleinen hölzernen Eingangsgebäude des Schweizer Architekten Sepp Kaiser. Regelmäßigen Verkehr gab es ab 1922. Im Hinblick auf die Olympischen Spiele 1936 baute Alfred Grenander den Bahnhof neu: mit einem rot geklinkerten Eingangsgebäude quer zu den Gleisen und zwei Bahnsteigen. Ein großes handbetriebenes Stellwerk mit 109 Weichen und 99 Signalen ging zugleich in Betrieb. Vor den Spielen erhielt der Bahnhof den Namen Reichssportfeld, seit dem 26. Juni 1950 heißt er Olympia-Stadion.
Am 15. Februar 1944 traf eine Luftmine das Eingangsgebäude. Von 1992 bis 1999 hieß die Station kurzzeitig Olympia-Stadion (Ost). Vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde sie für 4,47 Millionen Euro denkmalgerecht saniert; dabei kamen zwei Aufzüge mit Brücke zum Rossiter Platz hinzu, und auf Wunsch von Hertha BSC wurden die Stützen blau gestrichen. Das 1983 stillgelegte Stellwerk blieb dank engagierter BVG-Mitarbeiter erhalten und ist heute Teil des U-Bahn-Museums. Der Bahnhof liegt im Einschnitt, gleich daneben befindet sich die Betriebswerkstatt Grunewald.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Olympia-Stadion
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U2 Richtung Ruhleben | 04:20 – 01:20 | ab 04:20, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 01:20 |
| U2 Richtung Pankow | 04:15 – 00:45 bis Zoologischer Garten | ab 04:15, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:45 bis Zoologischer Garten |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
| Linie | Mo–Do, stärkste Stunde | Sonntag, stärkste Stunde | Nachts am Wochenende |
|---|---|---|---|
| U2 | 9 Züge/Std. (etwa alle 6,7 Min.) | 10 Züge/Std. | alle 15 Min. |
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Olympia-Stadion
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Olympia-Stadion und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U2 | Neu-Westend | 2 Min. |
| U2 | Ruhleben | 2 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
Hier hält nur die U2; Umsteigemöglichkeiten zu anderen Linien gibt es an diesem Bahnhof nicht.
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Olympia-Stadion?
Der Bahnhof der U2 dient vor allem als Zugang zum Olympiastadion; zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 fuhren die Züge an Spieltagen im 2- bis 3½-Minuten-Takt. Direkt am Bahnhof, nur etwa 50 m entfernt, liegt das Berliner U-Bahn-Museum im ehemaligen Stellwerk, mit Fahrzielanzeigern, alten Fotografien und Netzplänen. Rund 380 m entfernt erstreckt sich der Brixplatz. Eine direkte Umsteigemöglichkeit zu anderen Verkehrsmitteln gibt es am Bahnhof selbst nicht; der gleichnamige S-Bahnhof liegt mehr als 500 m entfernt.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Berliner U-Bahn-Museum | 50 m | ca. 1 Min. |
| Brixplatz | 380 m | ca. 6 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Nein. Es handelt sich um zwei verschiedene Bahnhöfe, die mehr als 500 Meter voneinander entfernt liegen. Der Unterschied im Namen ist nur der Bindestrich: Der U-Bahnhof der U2 heißt Olympia-Stadion, der S-Bahnhof Olympiastadion.
Das Museum befindet sich im früheren Stellwerk, das bis 1983 in Betrieb war und dank einzelner BVG-Mitarbeiter vor dem Abriss bewahrt wurde. Besucher können einen Großteil des Stellwerks besichtigen, dazu Fahrzielanzeiger, alte Fotografien und Netzpläne.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.