U-Bahnhof Friedrichstraße
U6 · Tarifbereich A · Mitte
Der U-Bahnhof Friedrichstraße
Gebaut von 1915 bis 1923 nach Plänen von Heinrich Jennen, Alfred Grenander und Alfred Fehse, ging der Bahnhof an der Nord-Süd-U-Bahn – heute U6 – am 30. Januar 1923 als Bahnhof Friedrichstraße in Betrieb; von 1924 bis 1936 hieß er Stadtbahn (Friedrichstraße). Der Mittelbahnsteig liegt wegen der anschließenden Spreeunterfahrung in anderthalbfacher Tiefe, 6,65 Meter unter der Straße. Für den Bau mussten die Fundamente der Stadtbahn gesichert werden, nördlich galt es eine 60 Meter lange Moorlinse zu durchqueren. 1936 kamen ein neuer Nordzugang, der Verbindungsgang zur Nord-Süd-S-Bahn und gelbe Fliesen hinzu.
Über diesen Gang flutete im Mai 1945 das Wasser aus dem gesprengten S-Bahn-Tunnel die U-Bahn; erst am 12. Juli 1945 fuhr sie wieder. Nach dem Mauerbau wurden am 13. August 1961 alle Zugänge an der Oberfläche versperrt. Als einzige Station der West-U-Bahn unter Ost-Berlin wurde der Bahnhof trotzdem angefahren: Über den Verbindungsgang konnten West-Berliner umsteigen und später in den Ostteil einreisen. Am 2. Juli 1990 wurden die Zugänge wieder geöffnet. Zwischen 1992 und 1995 wurde der Bahnsteig für Sechswagenzüge nach Süden verlängert; Werbung wird seitdem auf die Wände projiziert. Der Bahnhof steht unter Denkmalschutz.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Friedrichstraße
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U6 Richtung Alt-Mariendorf | 04:14 – 00:44 | ab 04:14, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:44 |
| U6 Richtung Kurt-Schumacher-Platz | 04:26 – 00:46 bis Wedding | ab 04:26, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:46 bis Wedding |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
| Linie | Mo–Do, stärkste Stunde | Sonntag, stärkste Stunde | Nachts am Wochenende |
|---|---|---|---|
| U6 | 14 Züge/Std. (etwa alle 4,3 Min.) | 12 Züge/Std. | alle 15 Min. |
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Friedrichstraße
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Friedrichstraße und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U6 | Oranienburger Tor | 1 Min. |
| U6 | Unter den Linden | 1 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- S-Bahn: S1, S2, S25, S26, S3, S5, S7, S9.
- Bahn: Regionalverkehr.
- Straßenbahn: M1, 12.
- Bus: 147, 245 (Nachtbus N6).
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Friedrichstraße?
Hier wird in S-Bahn, Regionalverkehr und die Trams M1 und 12 umgestiegen. Gleich am Bahnhof steht das Denkmal zur Erinnerung an die Kindertransporte (etwa 60 m), der Tränenpalast liegt rund 70 m entfernt. Theaterpublikum hat kurze Wege: Distel (rund 90 m), Admiralspalast (etwa 120 m), Berliner Ensemble (rund 230 m) und Quatsch Comedy Club (etwa 380 m). Zwei Bibliotheken liegen in Reichweite: das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum (rund 250 m) und die Staatsbibliothek Unter den Linden (etwa 380 m).
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Denkmal zur Erinnerung an Kindertransporte | 60 m | ca. 1 Min. |
| Kabarett-Theater Distel | 90 m | ca. 2 Min. |
| Admiralspalast | 120 m | ca. 2 Min. |
| Berliner Ensemble | 230 m | ca. 4 Min. |
| Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum | 250 m | ca. 4 Min. |
| Neustädtischer Kirchplatz | 280 m | ca. 5 Min. |
| Quatsch Comedy Club | 380 m | ca. 6 Min. |
| Staatsbibliothek zu Berlin | 380 m | ca. 6 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Der Bahnhof lag an einer West-Berliner Linie unter Ost-Berlin. Die Zugänge an der Oberfläche wurden 1961 zugemauert, doch der Verbindungsgang zur Nord-Süd-S-Bahn blieb offen. So konnten West-Berliner hier umsteigen und später nach Ost-Berlin einreisen. Als einzige solche Station wurde er nicht als Geisterbahnhof durchfahren.
Am 2. Mai 1945 wurde die Tunneldecke der Nord-Süd-S-Bahn unter dem Landwehrkanal gesprengt. Das Wasser floss durch den Verbindungsgang in den U-Bahnhof und überflutete die damalige Linie C. Erst am 12. Juli 1945 konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.