U-Bahnhof Leinestraße
U8 · Tarifbereich A · Neukölln
Der U-Bahnhof Leinestraße
Fast sieben Jahrzehnte lang war Leinestraße das südliche Ende der heutigen U8: Eröffnet am 4. August 1929 nach zweijähriger Bauzeit, blieb der Bahnhof bis 1996 Endpunkt, erst dann ging die längst geplante Verlängerung nach Hermannstraße in Betrieb. Der Tunnel dorthin war schon 1932 verlängert worden, endete aber kurz vor dem Ziel; im Zweiten Weltkrieg diente er als Luftschutzbunker, in den 1960er Jahren wurden dort Fahrzeuge abgestellt. Der Bahnhof liegt unter der Hermannstraße zwischen Leine- und Okerstraße.
Alfred Grenander und Alfred Fehse entwarfen ihn mit einem Mittelbahnsteig und großformatigen hellgrünen Keramikfliesen. Die Veltener Ofenfabrik von Richard Blumenfeld presste die Tonmasse im Modell, so entstand eine unruhig strukturierte Oberfläche mit sehr feinen Fugen. Ab 2011 wurde der weitgehend ursprüngliche Bahnhof grundinstandgesetzt; dabei zeigten sich erhebliche Schäden an Wänden und Decke, die Kosten stiegen auf rund 7,5 Millionen Euro. Er wurde nach historischem Vorbild saniert, historische Bilder schmücken die Hintergleiswände, und auf Wunsch des Denkmalschutzes blieb der Bahnsteig asphaltiert statt mit Granit belegt. Im Dezember 2014 ging ein Aufzug in Betrieb.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Leinestraße
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U8 Richtung Hermannstraße | 04:13 – 00:53 | ab 04:13, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:53 |
| U8 Richtung Wittenau | 04:04 – 00:44 bis Osloer Straße | ab 04:04, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:44 bis Osloer Straße |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
| Linie | Mo–Do, stärkste Stunde | Sonntag, stärkste Stunde | Nachts am Wochenende |
|---|---|---|---|
| U8 | 12 Züge/Std. (etwa alle 5 Min.) | 12 Züge/Std. | alle 15 Min. |
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Leinestraße
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Leinestraße und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U8 | Boddinstraße | 2 Min. |
| U8 | Hermannstraße | 1 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- Bus: — (Nachtbus N8).
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Leinestraße?
Nur etwa 60 m vom Bahnhof entfernt erinnert eine Ausstellung an die Zwangsarbeiter des kirchlichen Friedhofslagers Berlin 1942–1945. In der Nähe liegen außerdem die Galerie Axel Peters (rund 120 m), das Spore-Haus (etwa 140 m) und die Kathedralkirche St. Boris des Täufers (rund 220 m). Etwas weiter folgen die Carl-Legien-Schule (etwa 330 m) sowie Luisa Catucci und das Prachtsaal Studio (rund 360 bis 380 m). In einer der Vorhallen steht noch ein nicht mehr genutzter Fahrkartenschalter.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Ausstellung Zwangsarbeiter des kirchlichen Friedhofslagers Berlin 1942 - 1945 | 60 m | ca. 1 Min. |
| Axel Peters | 120 m | ca. 2 Min. |
| Spore-Haus | 140 m | ca. 2 Min. |
| Kathedralkirche St. Boris des Täufers | 220 m | ca. 4 Min. |
| Carl-Legien-Schule | 330 m | ca. 5 Min. |
| Luisa Catucci | 360 m | ca. 6 Min. |
| Prachtsaal Studio | 380 m | ca. 6 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Von der Eröffnung am 4. August 1929 bis 1996. Erst dann wurde die schon zur Bauzeit geplante und teilweise kurz danach ausgeführte Verlängerung zur Hermannstraße fertiggestellt. Der bereits 1932 verlängerte Tunnel diente in der Zwischenzeit als Luftschutzbunker und Abstellanlage.
Die großformatigen hellgrünen Fliesen stammen von der Veltener Ofenfabrik von Richard Blumenfeld, die die Tonmasse im Modell presste. So entstand eine unruhige, strukturierte Oberfläche mit sehr feinen Fugen. Beim Vergleich mit neueren Ersatzflächen wird die Qualität dieser Auskleidung besonders deutlich.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.