U-Bahnhof Anton-Wilhelm-Amo-Straße
U2 · Tarifbereich A · Mitte
Der U-Bahnhof Anton-Wilhelm-Amo-Straße
Fünf Namen hat dieser Bahnhof inzwischen getragen. Eröffnet am 1. Oktober 1908, hieß er Kaiserhof – nach dem Luxushotel an der Ecke von Wilhelm- und Zietenplatz, unter denen er lag. Alfred Grenander gestaltete ihn mit weißen Wänden und schwarzen Fliesen als Kennfarbe. 1936 ersetzten die Nationalsozialisten den markanten Pergola-Eingang auf dem Wilhelmplatz durch eine schmucklose, kleinere Version. Nach schweren Kriegszerstörungen wurde der Bahnhof am 18. August 1950 wiedereröffnet, verkleidet mit rotem Saalburger Marmor; dass dieser aus der Neuen Reichskanzlei stamme, ist ein widerlegter Mythos.
Im selben Jahr wurde er nach dem umbenannten Platz zum Thälmannplatz, 1986 zur Otto-Grotewohl-Straße. Zu Mauerzeiten endete hier die Ost-Berliner Linie A nach Pankow (Vinetastraße). 1991 folgte der Name Mohrenstraße, seit dem 13. November 1993 fahren die Züge der U2 wieder durch Richtung Potsdamer Platz. Nach Kritik am bisherigen Namen wurde die Straße am 23. August 2025 in Anton-Wilhelm-Amo-Straße umbenannt, der Bahnhof folgte zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025. Er steht unter Denkmalschutz; seit 1. Juni 2017 hat er einen Aufzug.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Anton-Wilhelm-Amo-Straße
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U2 Richtung Ruhleben | 04:16 – 01:06 bis Zoologischer Garten | ab 04:16, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 01:06 bis Zoologischer Garten |
| U2 Richtung Pankow | 04:30 – 01:00 bis Spittelmarkt | ab 04:30, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 01:00 bis Spittelmarkt |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
| Linie | Mo–Do, stärkste Stunde | Sonntag, stärkste Stunde | Nachts am Wochenende |
|---|---|---|---|
| U2 | 15 Züge/Std. (etwa alle 4 Min.) | 12 Züge/Std. | alle 15 Min. |
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Anton-Wilhelm-Amo-Straße
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Anton-Wilhelm-Amo-Straße und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U2 | Potsdamer Platz | 2 Min. |
| U2 | Stadtmitte | 1 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- Bus: M48, 300.
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Anton-Wilhelm-Amo-Straße?
Der westliche Eingang liegt an der Wilhelmstraße gegenüber der Voßstraße, der östliche an der Glinkastraße. Nur wenige Meter vom Bahnhof stehen die Statuen von Leopold I. von Anhalt-Dessau, Hans Joachim von Zieten, Jakob von Keith und Friedrich Wilhelm von Seydlitz, dazu weitere Standbilder in weniger als 150 m. Rund 110 m entfernt ist das Denkzeichen Georg Elser, die Mall of Berlin liegt etwa 180 m weit weg. Das Museum für Kommunikation erreicht man nach rund 290 m, den Ort der Information nach etwa 370 m. Auch das Großbritannien-Zentrum und die Hertie School liegen im Umkreis von 400 m.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Leopold I. von Anhalt-Dessau (Statue) | 10 m | ca. 1 Min. |
| Hans Joachim von Zieten (Statue) | 40 m | ca. 1 Min. |
| Jakob von Keith (Statue) | 60 m | ca. 1 Min. |
| Friedrich Wilhelm von Seydlitz (Statue) | 60 m | ca. 1 Min. |
| Denkzeichen Georg Elser (Gedenkort) | 110 m | ca. 2 Min. |
| Kurt Christoph von Schwerin (Statue) | 140 m | ca. 2 Min. |
| Hans Karl von Winterfeldt (Statue) | 140 m | ca. 2 Min. |
| Mall of Berlin | 180 m | ca. 3 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Von 1908 bis 1950 hieß er Kaiserhof, nach einem Hotel am Wilhelmplatz. Danach trug er den Namen Thälmannplatz, ab 1986 Otto-Grotewohl-Straße und ab 1991 Mohrenstraße. Seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 heißt er wie die Straße, die am 23. August 2025 umbenannt worden war.
Nein. Beim Wiederaufbau 1950 wurden Wände, Pfeiler, Einbauten und Bänke mit Saalburger Marmor der Sorte „Königsrot“ verkleidet. Die Behauptung, er stamme aus der zerstörten Neuen Reichskanzlei, wurde ohne Beleg verbreitet und ist inzwischen widerlegt.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.