U-Bahnhof Stadtmitte
U2 und U6 · Tarifbereich A · Mitte
Der U-Bahnhof Stadtmitte
Zwei Bahnhöfe zweier Betreiber wuchsen hier zu einem zusammen. Der Bahnsteig der heutigen U2 ging am 1. Oktober 1908 mit der „Centrumslinie“ der privaten Hochbahngesellschaft in Betrieb, gestaltet von Alfred Grenander, und hieß zunächst Friedrichstraße. Am 30. Januar 1923 kam der Bahnhof der städtischen Nord-Süd-Bahn hinzu, der heutigen U6, ausgeführt von Alfred Grenander und Alfred Fehse nach Plänen von Heinrich Jennen. Die Stadt baute ihn unter der Leipziger Straße, wegen des besseren Anschlusses an die Straßenbahn, und nannte ihn auch so. Verbunden wurden die beiden Stationen durch einen langen Verbindungstunnel, den „Mäusetunnel“. 1924 erhielt der gesamte Bahnhof den Namen Friedrichstadt, 1936 den Namen Stadtmitte.
Nach dem Mauerbau 1961 hielten die West-Berliner Züge der Nord-Süd-Linie hier nicht mehr, ihr Bahnsteig wurde zum Geisterbahnhof und der Mäusetunnel verbarrikadiert. Der Bahnsteig der Ost-Berliner Linie A blieb geöffnet und erhielt um 1970 cremefarbene Keramikfliesen. Erst am 1. Juli 1990 wurde Stadtmitte wieder vollständig als Umsteigebahnhof eröffnet, ab November 1990 war auch der Tunnel wieder begehbar. 1995/1996 wurde der Bahnsteig der Nord-Süd-Linie auf 105 Meter verlängert, renoviert und mit einem Aufzug ausgestattet. Der Bahnhof steht unter Denkmalschutz.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Stadtmitte
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U2 Richtung Ruhleben | 04:14 – 01:04 bis Zoologischer Garten | ab 04:14, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 01:04 bis Zoologischer Garten |
| U2 Richtung Pankow | 04:32 – 01:02 bis Spittelmarkt | ab 04:32, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 01:02 bis Spittelmarkt |
| U6 Richtung Alt-Mariendorf | 04:16 – 00:46 | ab 04:16, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:46 |
| U6 Richtung Kurt-Schumacher-Platz | 04:23 – 00:43 bis Wedding | ab 04:23, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:43 bis Wedding |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Stadtmitte
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Stadtmitte und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U2 | Anton-Wilhelm-Amo-Straße | 1 Min. |
| U2 | Hausvogteiplatz | 2 Min. |
| U6 | Kochstraße (Checkpoint Charlie) | 1 Min. |
| U6 | Unter den Linden | 1 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- U-Bahn: Umsteigen zwischen U2 und U6.
- Bus: 200 (Nachtbus N2, N6).
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Stadtmitte?
Der Bahnhof liegt unter der Friedrichstraße und der Anton-Wilhelm-Amo-Straße. Bis zum Gendarmenmarkt sind es rund 300 m. Dort stehen der Deutsche Dom (etwa 250 m), das Konzerthaus Berlin (etwa 270 m) und die Französische Friedrichstadtkirche (etwa 350 m). Das Museum für Kommunikation und die Hochschule für Musik Hanns Eisler liegen jeweils rund 240 m entfernt, die Hertie School etwa 150 m. Das Einkaufshaus Quartier 206 erreicht man nach rund 220 m.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Hertie School | 150 m | ca. 3 Min. |
| Großbritannien-Zentrum | 150 m | ca. 2 Min. |
| Quartier 206 | 220 m | ca. 4 Min. |
| Museum für Kommunikation | 240 m | ca. 4 Min. |
| Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin | 240 m | ca. 4 Min. |
| Deutscher Dom | 250 m | ca. 4 Min. |
| Kurt Christoph von Schwerin (Statue) | 270 m | ca. 4 Min. |
| Hans Karl von Winterfeldt (Statue) | 270 m | ca. 4 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
So nennen Berliner den langen Verbindungsgang zwischen den Bahnsteigen von U2 und U6. Er entstand, weil die beiden Linien ursprünglich verschiedenen Betreibern gehörten und ihre Bahnhöfe nicht direkt nebeneinander lagen. Von 1961 bis November 1990 war der Tunnel verbarrikadiert.
Den Namen trägt er seit Februar 1936, vorher hieß er Friedrichstadt und davor, je nach Bahnsteig, Friedrichstraße oder Leipziger Straße. Weder das Zentrum noch die geografische Mitte Berlins liegen hier; der Name ergab sich, weil andere Namen schon vergeben waren oder für Verwirrung gesorgt hätten.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.