U-Bahnhof Deutsche Oper
U2 · Tarifbereich A · Charlottenburg
Der U-Bahnhof Deutsche Oper
Als erster viergleisiger U-Bahnhof Deutschlands geplant, ging die Station am 14. Mai 1906 unter dem Namen Bismarckstraße in Betrieb. Alfred Grenander gestaltete sie mit drei Stützenreihen, zwei 111 Meter langen Mittelbahnsteigen mit Oberlichtern und kleinteiligen grauen Fliesen. Die inneren Gleise führten zum Wilhelmplatz, dem heutigen Richard-Wagner-Platz, ab 1908 die äußeren nach Westend. Mit dem Opernhaus nebenan wechselte der Name: 1929 Städtische Oper, 1934 Deutsches Opernhaus, 1961 Deutsche Oper, jeweils mit dem Zusatz Bismarckstraße. 1970 endete der Verkehr zum Richard-Wagner-Platz; seither halten die Züge der U2 nur an den äußeren Gleisen.
Am 8. Juli 2000 fuhr während der Loveparade ein brennender Zug ein. Weil es nur an einem Ende einen Ausgang gab, flüchteten die Fahrgäste durch den Tunnel; 21 Menschen erlitten Rauchverletzungen. Die BVG nahm danach die wenig denkmalgerechte Modernisierung von 1983 zurück und stellte den Zustand von 1906 wieder her. 2002 schenkte der portugiesische Botschafter Fliesenkunstwerke von José de Guimarães, 2006 kam ein zweiter Ausgang hinzu. Der Bahnhof steht unter Denkmalschutz.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Deutsche Oper
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U2 Richtung Ruhleben | 04:22 – 01:12 | ab 04:22, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 01:12 |
| U2 Richtung Pankow | 04:24 – 00:54 bis Zoologischer Garten | ab 04:24, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:54 bis Zoologischer Garten |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
| Linie | Mo–Do, stärkste Stunde | Sonntag, stärkste Stunde | Nachts am Wochenende |
|---|---|---|---|
| U2 | 15 Züge/Std. (etwa alle 4 Min.) | 12 Züge/Std. | alle 15 Min. |
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Deutsche Oper
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Deutsche Oper und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U2 | Bismarckstraße | 1 Min. |
| U2 | Ernst-Reuter-Platz | 2 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- Bus: — (Nachtbus N2).
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Deutsche Oper?
Der Name sagt es: Die Deutsche Oper Berlin liegt nur rund 80 m entfernt, ihre Spielstätte Tischlerei etwa 200 m. Am nordwestlichen Eingang steht seit 1990 Alfred Hrdlickas Relief „Der Tod des Demonstranten“; hier wurde am 2. Juni 1967 Benno Ohnesorg erschossen. Direkt nebenan liegt der Shakespeareplatz (etwa 70 m), die Friedenskirche ist rund 210 m entfernt. Bis zum Karl-August-Platz mit seinem Wochenmarkt sind es knapp 400 m. Hier beginnen außerdem die „Cabriofahrten“ der Berliner U-Bahn.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Deutsche Oper Berlin | 80 m | ca. 1 Min. |
| Friedenskirche | 210 m | ca. 3 Min. |
| St. Thomas von Aquin | 300 m | ca. 5 Min. |
| Trinitatiskirche | 390 m | ca. 6 Min. |
| Karl-August-Platz | 390 m | ca. 6 Min. |
| Shakespeareplatz | 70 m | ca. 1 Min. |
| Tischlerei | 200 m | ca. 3 Min. |
| Urban Art Kids | 270 m | ca. 4 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Eröffnet wurde er 1906 als Bismarckstraße. Ab 1929 hieß er Städtische Oper (Bismarckstraße), ab 1934 Deutsches Opernhaus (Bismarckstraße) und ab 1961 Deutsche Oper (Bismarckstraße). Den Zusatz verlor er 1978, als der neue Kreuzungsbahnhof Bismarckstraße mit der U7 eröffnete.
Bei der Demonstration gegen den Schah am 2. Juni 1967 wurde der Student Benno Ohnesorg in unmittelbarer Nähe des U-Bahn-Eingangs von einem Polizisten erschossen. Seit 1990 steht am nordwestlichen Eingang an der Oper das Relief „Der Tod des Demonstranten“, das Alfred Hrdlicka 1971 geschaffen hat.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.