U-Bahnhof Gesundbrunnen
U8 · Tarifbereich A · Gesundbrunnen
Der U-Bahnhof Gesundbrunnen
Die AEG hatte die Nord-Süd-Linie schon 1907 vorgeschlagen, stellte die Arbeiten aber 1919 ein; die Stadt Berlin übernahm die Anlagen und baute den Nordast nach Gesundbrunnen ab 1926 unterirdisch in Eigenregie. Am 18. April 1930 ging der U-Bahnhof der heutigen U8 in Betrieb. Er liegt in spitzem Winkel unter den Bahnsteigen von Fern-, Ring- und Vorortbahn, 14,75 Meter unter der Straße. Darum erhielt jeder Abgang neben Treppen gleich zwei Rolltreppen – damals die längsten Deutschlands, heute die längsten der Berliner U-Bahn. Alfred Grenander gestaltete den 15 Meter breiten Mittelbahnsteig mit türkisfarbenen Fliesen wie am Alexanderplatz und entwarf an der Ecke Brunnen-/Behmstraße ein freistehendes Empfangsgebäude der Neuen Sachlichkeit.
In Hohlräume, die durch die Tieflage entstanden waren, wurden im Zweiten Weltkrieg vier Luftschutzanlagen eingebaut; einige davon zeigt heute der Verein Berliner Unterwelten. Nach dem Mauerbau war der Nordteil der Linie abgeschnitten, 1977 wurde sie bis Osloer Straße verlängert. Der Verbindungsgang zur Fernbahn, 1952 geschlossen, wurde 1991 kurz wiedereröffnet, musste nach dem ersten starken Regen aber erneut schließen. Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude blieb beim Bau des Gesundbrunnen-Centers erhalten, nur der Ausgang zur Behmstraße ist vermauert.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Gesundbrunnen
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U8 Richtung Hermannstraße | 04:02 – 00:42 bis Hermannplatz | ab 04:02, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:42 bis Hermannplatz |
| U8 Richtung Wittenau | 04:26 – 01:06 bis Osloer Straße | ab 04:26, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 01:06 bis Osloer Straße |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
| Linie | Mo–Do, stärkste Stunde | Sonntag, stärkste Stunde | Nachts am Wochenende |
|---|---|---|---|
| U8 | 12 Züge/Std. (etwa alle 5 Min.) | 12 Züge/Std. | alle 15 Min. |
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Gesundbrunnen
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Gesundbrunnen und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U8 | Pankstraße | 2 Min. |
| U8 | Voltastraße | 2 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- S-Bahn: S1, S15, S2, S25, S26, S41, S42.
- Bahn: Regionalverkehr und Fernverkehr.
- Bus: 247 (Nachtbus N8).
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Gesundbrunnen?
Gesundbrunnen ist ein großer Umsteigeknoten: Hier treffen U8, S-Bahn, Regional- und Fernverkehr zusammen. Direkt am Bahnhof liegt das Gesundbrunnen-Center (etwa 130 m), daneben TK Maxx. Wer sich für Geschichte unter der Erde interessiert, findet das Berliner Unterwelten-Museum (rund 110 m), die Ausstellung Mythos Germania (etwa 100 m), die Zivilschutzanlage Blochplatz und die Flakturmruine im Volkspark Humboldthain. Dort liegt auch der Rosengarten, rund 150 m entfernt. Das Berliner S-Bahn-Museum ist etwa 150 m entfernt.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Gesundbrunnen-Center | 130 m | ca. 2 Min. |
| Mythos Germania | 100 m | ca. 2 Min. |
| Berliner Unterwelten-Museum | 110 m | ca. 2 Min. |
| Archäologisches Fenster zur alten Himmelfahrtkirche (Gedenkort) | 120 m | ca. 2 Min. |
| Berliner S-Bahn-Museum | 150 m | ca. 2 Min. |
| Humboldthain Rosengarten | 150 m | ca. 3 Min. |
| Zivilschutzanlage Blochplatz | 200 m | ca. 3 Min. |
| TK Maxx | 200 m | ca. 3 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Der Bahnhof liegt wegen der Unterquerung der Ringbahn 14,75 Meter unter der Straße. Deshalb erhielt jeder Abgang bei der Eröffnung 1930 zusätzlich zu den Treppen zwei Rolltreppen. Es waren damals die längsten Fahrtreppen Deutschlands, heute sind es die längsten bei der Berliner U-Bahn.
Bereits 1935 entstand eine Luftschutzanlage im Keller des nördlichen Empfangsgebäudes. Im Krieg wurden Hohlräume aus dem U-Bahn-Bau zu insgesamt vier Anlagen ausgebaut, unter anderem im südlichen Zugangsgebäude und unter dem Blochplatz. Einige davon hat der Verein Berliner Unterwelten gemietet und zeigt dort Dauerausstellungen.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.