U-Bahnhof Moritzplatz
U8 · Tarifbereich A · Kreuzberg
Der U-Bahnhof Moritzplatz
Der Tunnelbahnhof unter dem Moritzplatz geht auf das Projekt der AEG zurück, die seit 1907 eine U-Bahn zwischen Gesundbrunnen und Neukölln plante; die künstlerischen Entwürfe dafür lieferte Peter Behrens. Nachdem die AEG die Arbeiten 1919 eingestellt hatte, übernahm die städtische Nordsüdbahn AG das Fragment. Ursprünglich sollte die Strecke über den Oranienplatz führen, wo bereits vor dem Ersten Weltkrieg ein Bahnhof in der Dresdener Straße im Rohbau entstanden war. 1927 fiel die Entscheidung für den Moritzplatz, der besser an das Straßenbahnnetz angebunden war. Am 6. April 1928 ging der Abschnitt bis zur damaligen Neanderstraße, der heutigen Heinrich-Heine-Straße, in Betrieb.
Unter dem Bahnsteig liegt ein Umsteigebahnhof aus den 1920er Jahren, gebaut als Vorleistung für eine nie verwirklichte Linie zwischen Treptow und Moabit. Ab 1934 diente die Anlage als öffentlicher Luftschutzraum; bei einem Luftangriff am 3. Februar 1945 schlug eine Bombe in den Bahnhof ein und tötete 36 Menschen. Während der Teilung war der Moritzplatz der letzte West-Berliner Bahnhof der U8 in Richtung Norden, worauf Ansagen und Schilder hinwiesen. 2005 und 2006 wurde die Station grundhaft instand gesetzt. Sie steht unter Denkmalschutz.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Moritzplatz
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U8 Richtung Hermannstraße | 04:14 – 00:54 bis Hermannplatz | ab 04:14, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:54 bis Hermannplatz |
| U8 Richtung Wittenau | 04:14 – 00:54 bis Osloer Straße | ab 04:14, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:54 bis Osloer Straße |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
| Linie | Mo–Do, stärkste Stunde | Sonntag, stärkste Stunde | Nachts am Wochenende |
|---|---|---|---|
| U8 | 12 Züge/Std. (etwa alle 5 Min.) | 12 Züge/Std. | alle 15 Min. |
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Moritzplatz
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Moritzplatz und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U8 | Heinrich-Heine-Straße | 2 Min. |
| U8 | Kottbusser Tor | 2 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- Bus: M29 (Nachtbus N8).
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Moritzplatz?
Der Bahnhof erschließt das Umfeld des Moritzplatzes im Ortsteil Kreuzberg. Gleich am Platz liegen die Design Akademie Berlin (etwa 70 m) und der Prinzessinnengarten (etwa 80 m), dazu mehrere Galerien wie Kai Dikhas, Imago und die daad Galerie. Das Theater Aufbau Kreuzberg ist rund 150 m entfernt. Etwa 280 m sind es zum ehemaligen Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße, rund 300 m zur Markthalle VII; die Kirchen St. Michael und St. Jacobi liegen ebenfalls in der Nähe.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Prinzessinnengarten | 80 m | ca. 1 Min. |
| St. Michael | 290 m | ca. 5 Min. |
| Markthalle VII | 300 m | ca. 5 Min. |
| St. Jacobi-Kirche | 320 m | ca. 5 Min. |
| Carl Legien (Büste) | 380 m | ca. 6 Min. |
| Design Akademie Berlin | 70 m | ca. 1 Min. |
| Galerie Kai Dikhas | 90 m | ca. 1 Min. |
| Imago | 110 m | ca. 2 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Geplant war zunächst der Oranienplatz, und ein Bahnhof in der Dresdener Straße stand dort bereits im Rohbau. 1927 entschied man sich jedoch für den Moritzplatz, weil er besser an das Straßenbahnnetz angebunden war. Behauptungen, ein Warenhauskonzern habe die Änderung bezahlt, lassen sich nicht belegen.
Ein Umsteigebahnhof aus den 1920er Jahren, angelegt als Vorleistung für eine nie gebaute U-Bahn zwischen Treptow und Moabit. Später war hier eine Tunnel-S-Bahn geplant. Ab 1934 nutzte der Bezirk Kreuzberg den Raum als öffentlichen Luftschutzraum.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.