U-Bahnhof Spittelmarkt
U2 · Tarifbereich A · Mitte
Der U-Bahnhof Spittelmarkt
Am 1. Oktober 1908 ging der Bahnhof als vorläufiger Endpunkt der Strecke vom Potsdamer Platz in Betrieb; heute hält hier die U2. Weil die Stadt keine Trasse unter der Leipziger Straße erlaubte, führte die Strecke über Gendarmenmarkt und Hausvogteiplatz. Der Bau direkt an der Spree war schwierig: Der morastige Untergrund erforderte eine bis zu 15 Meter tiefe Pfahlgründung und eine 16 Meter tiefe Spundwand, außerdem stieß man auf Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung und alter Pestfriedhöfe. Der Bahnhof liegt nur 3,7 Meter unter der Straße, sein Bahnsteig ist 7,6 Meter breit und 110,2 Meter lang.
Besonders ist seine Fenstergalerie zum Spreekanal: dreimal 15 Rundbogenfenster, deren Laibungen trichterförmig erweitert wurden, um mehr Tageslicht hereinzulassen. Eine vergleichbare Anlage gab es nur am heutigen Bahnhof Rathaus Schöneberg. Alfred Grenander wählte die Kennfarbe Blau. Bis zum 1. Juli 1913 blieb der Spittelmarkt Endbahnhof. 1941 wurden die 45 Fenster wegen der Bombengefahr zugemauert, am 3. Februar 1945 traf eine Fliegerbombe den Bahnsteigbereich, im Mai 1945 wurde der Bahnhof überflutet. Bei Sanierungen in den 1960er Jahren und 1986 blieben die Fenster verschlossen, der Bahnhof erhielt hellblaue Fliesen aus Boizenburg.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Spittelmarkt
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U2 Richtung Ruhleben | 04:10 – 01:00 bis Zoologischer Garten | ab 04:10, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 01:00 bis Zoologischer Garten |
| U2 Richtung Pankow | 04:34 – 22:24 bis Alexanderplatz | ab 04:34, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 22:24 bis Alexanderplatz |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
| Linie | Mo–Do, stärkste Stunde | Sonntag, stärkste Stunde | Nachts am Wochenende |
|---|---|---|---|
| U2 | 15 Züge/Std. (etwa alle 4 Min.) | 12 Züge/Std. | alle 15 Min. |
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Spittelmarkt
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Spittelmarkt und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U2 | Hausvogteiplatz | 2 Min. |
| U2 | Märkisches Museum | 1 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- Bus: 200, 248 (Nachtbus N2, N42).
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Spittelmarkt?
Der Bahnhof liegt unter dem Spittelmarkt und der Wallstraße, direkt am Spreekanal. Gleich daneben liegen der Gertraudenhain (etwa 70 m), das Gertraudendenkmal (etwa 110 m) sowie der Rosengarten und der Südpark (jeweils etwa 130 m). Das Haus des Papiers ist rund 140 m entfernt, das Werkbundarchiv – Museum der Dinge etwa 150 m. Rund 220 m sind es zu den Spittelkolonnaden und zum Museum PETRI Berlin, etwa 230 m zum Marion-Gräfin-Dönhoff-Platz.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Gertraudendenkmal (Statue) | 110 m | ca. 2 Min. |
| Haus des Papiers | 140 m | ca. 2 Min. |
| Werkbundarchiv - Museum der Dinge | 150 m | ca. 2 Min. |
| Spittelkolonnaden | 220 m | ca. 4 Min. |
| Marion-Gräfin-Dönhoff-Platz | 230 m | ca. 4 Min. |
| Gertraudenhain | 70 m | ca. 1 Min. |
| GPB College Mitte | 120 m | ca. 2 Min. |
| Rosengarten | 130 m | ca. 2 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Auf der Seite zum Spreekanal erhielt der Bahnhof 1908 dreimal 15 Rundbogenfenster, rund drei Meter tief und mit trichterförmig erweiterten Laibungen für mehr Tageslicht. 1941 wurden die 45 Fenster wegen der Bombengefahr zugemauert und blieben auch bei den Sanierungen in den 1960er Jahren und 1986 verschlossen.
Der Bahnhof liegt direkt an der Spree auf morastigem, instabilem Grund. Nötig waren eine bis zu 15 Meter tiefe Pfahlgründung und eine 16 Meter tiefe Spundwand zum Schutz der Nachbarhäuser. Zudem stießen die Arbeiter auf Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung und alter Pestfriedhöfe.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.