U-Bahnhof Bernauer Straße
U8 · Tarifbereich A · Mitte
Der U-Bahnhof Bernauer Straße
Die Geschichte dieses Bahnhofs beginnt lange vor seiner Eröffnung. 1912 begann die AEG-Schnellbahn-AG mit dem Bau einer Strecke durch die Brunnenstraße, und nach Fertigstellung des Rohbaus 1914 entwarf Peter Behrens, damals künstlerischer Beirat der AEG, die beiden fast identischen Stationen Bernauer Straße und Voltastraße: Mittelbahnsteig direkt unter der Straßendecke, schwarze Marmorsäulen, quadratische Keramikfliesen. Der Erste Weltkrieg stoppte das Projekt. Erst Alfred Grenander vollendete die Anlage, am 18. April 1930 ging sie an der heutigen U8 in Betrieb.
Der acht Meter breite und 130 Meter lange Mittelbahnsteig liegt nur vier bis fünf Meter unter der Brunnenstraße; die Ausgänge führen ohne Zwischenebene direkt zur Straße. Weil der Bahnhof unmittelbar südlich der Sektorengrenze lag, wurde er mit dem Mauerbau am 13. August 1961 geschlossen – West-Berliner Züge fuhren ohne Halt durch. Am 12. April 1990 öffnete zunächst der nördliche Zugang von West-Berlin aus, denn anders als an Jannowitzbrücke und Rosenthaler Platz ließ sich hier keine Grenzübergangsstelle einrichten. Der Zugang von Osten folgte mit der Währungsunion am 1. Juli 1990. Der Bahnhof steht heute unter Denkmalschutz.
Erste und letzte U-Bahn am U-Bahnhof Bernauer Straße
| Linie und Richtung | Mo–Do erste – letzte | Freitag erste – letzte | Samstag erste – letzte | Sonntag/Feiertag erste – letzte |
|---|---|---|---|---|
| U8 Richtung Hermannstraße | 04:05 – 00:45 bis Hermannplatz | ab 04:05, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 00:45 bis Hermannplatz |
| U8 Richtung Wittenau | 04:22 – 01:02 bis Osloer Straße | ab 04:22, dann durchgehend | rund um die Uhr | durchgehend bis 01:02 bis Osloer Straße |
Abfahrtszeiten an diesem Bahnhof laut Fahrplandaten des VBB (Musterwoche ab 24.11.2026). Feiertage folgen dem Sonntagsfahrplan. „Durchgehend“ heißt: Die Linie fährt in dieser Nacht ohne Betriebspause.
Wie oft fährt die U-Bahn?
| Linie | Mo–Do, stärkste Stunde | Sonntag, stärkste Stunde | Nachts am Wochenende |
|---|---|---|---|
| U8 | 12 Züge/Std. (etwa alle 5 Min.) | 12 Züge/Std. | alle 15 Min. |
Züge je Richtung in der Stunde mit den meisten Abfahrten an diesem Bahnhof, gezählt im VBB-Fahrplan.
Nachbarbahnhöfe von Bernauer Straße
Fahrzeit laut VBB-Fahrplan zwischen Bernauer Straße und den benachbarten Bahnhöfen.
| Linie | Nächster Bahnhof | Fahrzeit |
|---|---|---|
| U8 | Rosenthaler Platz | 2 Min. |
| U8 | Voltastraße | 2 Min. |
Umsteigen und Anschlüsse
- Straßenbahn: M10.
- Bus: 247 (Nachtbus N8).
Barrierefreiheit
Angaben laut BVG. Ob ein Aufzug gerade in Betrieb ist, zeigen die Störungsmeldungen auf bvg.de. Die BVG bietet einen Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF) an.
Was liegt in der Nähe von Bernauer Straße?
Wer zur Gedenkstätte Berliner Mauer will, steigt hier aus: Sie beginnt rund 140 m vom Bahnhof entfernt. Nur etwa 70 m sind es zum Berliner Unterwelten e.V., rund 330 m zum Mahnmal für die Maueropfer und etwa 380 m zur Kapelle der Versöhnung. In der Umgebung liegen außerdem die ChristusKirche Berlin-Mitte, das Theater Mirakulum und die Projektgalerie Brunnen64 (je etwa 290 m) sowie der Wochenmarkt Arkonaplatz in knapp 400 m. Nördlich des Bahnhofs hält die Tram M10, außerdem die Buslinie 247.
| Ort | Entfernung (Luftlinie) | zu Fuß, geschätzt |
|---|---|---|
| Gedenkstätte Berliner Mauer | 140 m | ca. 2 Min. |
| ChristusKirche Berlin-Mitte | 290 m | ca. 5 Min. |
| Kirche Zum Heiligen Sava | 360 m | ca. 6 Min. |
| Kapelle der Versöhnung | 380 m | ca. 6 Min. |
| Berliner Unterwelten e.V | 70 m | ca. 1 Min. |
| Theater Mirakulum | 290 m | ca. 5 Min. |
| Projektgalerie Brunnen64 | 290 m | ca. 5 Min. |
| Sportanlage Stralsunder Straße 18 | 320 m | ca. 5 Min. |
Orte aus OpenStreetMap im Umkreis von 400 m. Die Gehzeit ist geschätzt (Luftlinie plus 30 %, 80 m pro Minute).
Häufige Fragen
Ja. Nach dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde er geschlossen, weil er unmittelbar südlich der Grenze zwischen dem sowjetischen und dem französischen Sektor lag. Wie fünf weitere Stationen der Linie wurde er zum Geisterbahnhof, durch den West-Berliner Züge ohne Halt fuhren. Wieder geöffnet wurde er 1990 in zwei Schritten.
Den ersten Entwurf lieferte Peter Behrens nach Fertigstellung des Rohbaus 1914, als künstlerischer Beirat der AEG. Er sah schwarze Marmorsäulen und quadratische Keramikfliesen vor. Nach dem Ersten Weltkrieg komplettierte Alfred Grenander, Hausarchitekt der Hochbahngesellschaft, die Station bis zur Eröffnung 1930.
Bahnhofsdaten, Fahrzeiten und Preise auf dieser Seite stammen aus den Fahrplandaten des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, GTFS, Lizenz CC BY 4.0), den Linien- und Bahnhofsseiten sowie den Störungsmeldungen der BVG und den Tarifangaben von BVG und VBB; sie werden mit weiteren veröffentlichten Quellen abgeglichen. U-Bahn Berlin ist ein unabhängiger Führer: Die Seite wird nicht von der BVG betrieben und steht in keiner Verbindung zu ihr. Prüfen Sie vor der Fahrt bvg.de.